“by Call” – Was ist das?

By Call (englisch “für Anruf”) steht für einfache Dienste im Bereich der Internetzugänge und der Telefonie. ByCall-Zugänge bzw. -Verbindungen werden meistens mit günstigen Konditionen versehen, da die einfache Struktur des Dienstes oftmals Kosten für den Anbieter einspart und daher auch die Kostenstruktur des Anbieters recht günstig ist. Für alle byCall-Dienstleistungen in Deutschland ist die Bundesnetzagentur die zuständige Aufsichtsbehörde. An diese können sich Provider und Carrier wenden, wenn sie der Meinung sind, sie werden bei den Vorleistungen für dem byCall-Dienst in irgendeiner Form diskriminiert und können ein Diskriminierungsverfahren beantragen. Im Grunde gibt es folgende byCall-Dienste

1. Internet by call (Internetzugänge via ISDN Analog oder dem Handy)
2. VoIP by Call (Telefongespräche über das Internet)
3. Call by Call (Gespräche aus dem Festnetz)
4. DSL by Call (günstiges Surfen mit DSL)

Zu 1.:
Bei Internet by Call (englisch “Internet für Anruf” handelt es sich um einen Internetzugang der via Modem auf Analog, ISDN oder auch teilweise Mobilfunk möglich ist. Internet by Call wird dabei auf Nummern mit 0191/0192 oder 0193 beginnend direkt über die Telefonrechnung der T-Com (Festnetzsparte der Deutschen Telekom AG) abgerechnet. Auf der Rechnung selbst finden Sie die jeweilig angefallenen Kosten an der Position des Abrechnungspartners des jeweiligen Internet by Call Anbieters. Die meisten Anbieter dieser Art von Internet by Call Diensten greifen dabei auf Service Dienstleister zurück. In Sachen Fakturierung ist dies in jedem Fall die T-Com bei der ein so genannter F&I Vertrag notwendig ist. Für Billing und Inkasso können dies z.B. die Acoreus AG oder auch die Fa. NexNet sein. Diese übergeben die im Internet by Call entstandenen Datensätze an die T-Com zur Fakturierung weiter, erstellen einen Internet by Call EVN (Einzelverbindungsnachweis) für Endkunden, stehen per Mail und telefonisch zu Rechnungsfragen der Internet by Call Dienste zur Verfügung und treiben die offenen Forderungen des Internet by Call Angebots beim Endkunden ein, falls er nicht Zahlungswillens ist. Der Partner in Sachen Internet by Call Billing und Inkasso erhält vom Carrier (engl. für Transporter und in der Telekommunikation Betreiber der PoI (Netzzusammenschaltungsknoten mit der T-Com)) die Internet by Call Verbindungsdaten. Ein Carrier benötigt dafür in jedem Fall den F&I Vertrag und einen Interconection Vertrag mit der T-Com und ein Netz, mit dem er die PoI erschließt und die Minuten auf eine Internet by Call Einwahlplattform weiterleitet. Betreiber einer solchen Internet by Call Platform ist in den meisten fällen der Carrier, aber vor allem Provider, die Dienstleistung wie feste IP Adressen, VPN (Virtuelle Private Netzwerke) usw. anbieten betreiben eine solche Plattform selbst einer der größten Carrier unabhängigen Internet by Call Plattformen betreibt die 1XNet GmbH als eigenständiger Provider. Die 1XNet GmbH hat dadurch den Vorteil, dass sie unterschiedliche Internet by Call Zusatzdienste anbieten kann und auch jederzeit einen anderen Carrier auf Ihre Internet by Call Plattform schalten kann.

Im Falle von 1XNet spricht man von einem ISP (Internet Service Provider), der die Internet by Call Dienstleistungen anbietet. Bei den meisten anderen Anbietern handelt es sich um VISP (Virtuelle Internet Service Provider) oder Reseller (Wiederverkäufer). Ein kleiner Teil der Anbieter sind selbst Carrier und ISP in einem und die wenigsten sind klassische ISP wie die 1XNet GmbH. Für den Nutzer von Internet by Call Diensten ist es wichtig, dass er alle Internet by Call Verbindungen auf eine Rechnung von der T-Com erhält und zu wissen welchen Internet by Call Tarif er sich bei welchen Internet by Call Provider einwählt. Alles andere rund um seinen genutzten Internet by Call Dienst erfährt der Endkunde auf Wunsch von seinem Internet by Call Provider.

Einige Kunden nutzen die Dienste von sog. Leastcostroutern. Da diese von den darin gelisteten Providern eine Provision verlangen oder von den Nutzern des Leastcostrouter eine Gebühr wünschen, sollte man sich überlegen, ob man nicht lieber einen Provider nutzt, der Internet by Call Tarife mit einer Preisgarantie anbietet und sich über die Webseite dieses Internet by Call Providers informiert. Auf Nachfrage erhalten Sie von einem guten Internet by Call Provider auch einen Newsletter, der Sie über Tarif-Erhöhungen, -Senkungen und weiteren interessanten Neuigkeiten informiert. Dieses Internet by Call können Sie nur verwenden, wenn Ihr Anschlussnetzbetreiber die T-Com ist.

Eine andere Form des Internet by Call ist das Internet by Call mit Anmeldung. Dabei erhält der Kunde keine Internet by Call Rechnung von der T-Com, sondern von dem Internet by Call Provider oder dessen Internet by Call Abrechnungspartner. Die Einwahl erfolgt meistens entweder auch über eine mit 0191/0192/0193 usw. beginnende Nummer oder einer 0800er-Rufnummer. Über eine 0800er-Rufnummer sind dabei auch grundsätzlich Einwahlen über das Handy möglich! Alles andere bleibt wie eingangs erklärt beim Alten.

Die Internet by Call Dienste können Sie ganz einfach über Ihr DFÜ Netzwerk eintragen. Dazu gehen Sie einfach unter Windows auf Start/Programme/Zubehör/Kommunikation/Assistent für neue Verbindungen und folgen dann einfach der Aufforderung von Windows.

Heute wird Internet by Call meistens auf Reisen und in Gebieten ohne Breitbandversorgung wie z.B. durch DSL oder Kabel, genutzt. Man kann davon ausgehen, dass Internet by Call noch sehr lange bestehen bleibt allerdings die intensive Nutzung der Internet by Call Dienste immer weiter zurückgeht.

Tarife zum Thema Internet by Call finden Sie auch unter www.surf4all.de und auf unserer Webseite.

Zu 2.:
Beim VoIP by Call (Voice over IP by Call (englisch “Telefonieren über das Internet für Anruf”) verhält es sich im Grunde genau so wie im Internet by Call mit Anmeldung. Nur die T-Com braucht dabei gar keine Rolle zu spielen, denn Telefongespräche via VoIP by Call können ganz einfach auch vom PC (Personal Computer) zu einem andern PC geführt werden und dazwischen benötigt man nur noch eine Internetverbindung und eine Software auf den beiden PC. Allerdings kann VoIP by Call auch von PC zum Telefon oder vom Telefon zum PCund auch von Telefon zu Telefon erfolgen und VoIP by Call kann auch vom Mobilfunk-Handy zum Telefon oder PC realisiert werden. Auch bei der Abrechnung der VoIP by Call Dienste gibt es eine Besonderheit die im Bereich VoIP allerdings gar keine Besonderheit ist und zwar handelt es sich hierbei um die Unterscheidung zwischen Prepaid und Postpaid bei den Bezahlverfahren. So werden die meisten VoIP Service Prepaid abgerechnet was nichts andere bedeutet, dass Sie auf Ihrem VoIP Konto erst einen Betrag aufladen (z.B. durch Überweisung, PayPal oder Kreditkarte) und in der Höhe des Guthabens dieses abtelefonieren können.

Wie kann man die unterschiedlichen VoIP by Call Varianten umsetzen?

Ganz einfach:

Für VoIP by Call vom PC zum Telefon benötigen Sie

  • einen PC,
  • eine Software für PC Telefonie (Softphone) oder ein USB Telefon mit entsprechender Software,
  • einen Internetzugang, nach Möglichkeit mit mehr als 64 kbit/s Bandbreite,
  • ein Telefon, das Sie anrufen möchten,
  • einen VoIP by Call Tarif von einem VoIP by Call Provider.

Die meisten dieser Dinge finden Sie auf www.surf4all.de oder natürlich auch auf unserer Webseite!

Für VoIP by Call vom Telefon zum PC benötigen Sie

  • einen PC,
  • eine Software für PC-Telefonie (Softphone) oder ein USB-Telefon mit entsprechender Software,
  • einen Internetzugang nach Möglichkeit mit mehr als 64 kbit/s Bandbreite,
  • ein VoIP-Telefon oder einen VoIP-Adapter, an dem Sie ein ganz normales Telefon und einen Internetzugang anschließen können,
  • einen VoIP by Call Tarif von einem VoIP by Call Provider.

Die meisten dieser Dinge finden Sie auf www.surf4all.de oder natürlich auch auf unserer Webseite!

Für VoIP by Call vom Telefon zum Telefon benötigen Sie

  • einen Internetzugang nach Möglichkeit mit mehr als 64 kbit/s Bandbreite,
  • zwei VoIP-Telefone oder einen VoIP-Adapter, an dem Sie ein oder zwei ganz normale Telefone und einen Internetzugang anschließen können,
  • einen VoIP by Call Tarif von einem VoIP by Call Provider.

Die meisten dieser Dinge finden Sie auf www.surf4all.de oder natürlich auch auf unserer Webseite!

Für VoIP by Call vom Mobilfunk-Handy zum Telefon benötigen Sie

  • einen sog. Traveler-Tarif mit dem Sie die dazu gehörige Ortsrufnummer anrufen. Bei Kunden einer sog. Mobilfunk-Flatrate ist diese besonders günstig.
  • Sie rufen von Ihrem Handy diese Ortsrufnummer an und wählen danach einfach die Nummer, die Sie erreichen möchten, z.B. eine Nummer im Ausland oder in einem anderen Mobilfunknetz. Dabei können Sie enorme Kosten sparen.
  • Einen VoIP by Call Traveler Tarif von einem VoIP by Call Provider.

Die meisten dieser Dinge finden Sie auf www.surf4all.de oder natürlich auch auf unserer Webseite!

Die zuvor beschriebenen Möglichkeiten haben Sie auch mit einem VoIP-Tarif der nicht by Call ist. Allerdings zahlen Sie dort in den meisten Fällen eine Grundgebühr oder haben einen monatlichen Mindestumsatz. Nur im VoIP by Call fallen meistens keine Grundgebühren oder monatliche Mindestumsätze an. Das Schöne, Sie können mit VoIP (Voice over IP) auch viele Dinge ganz einfach auslagern, und zwar nicht nur Ihren Anrufbeantworter oder Ihr Fax, sondern durch VoIP können Sie Ihre ganze TK-Anlage (Telefonanlage) mit allen Möglichkeiten, die Sie Ihnen heute bereits bietet, von Ihrem VoIP-Provider erhalten.

VoIP wird in Zukunft die bestehende Festnetztelefonie ablösen und langfristig gesehen aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sein. Sie können heute bereits Ihre analogen und ISDN-Geräte über sog. Adapter VoIP fähig machen. Aber in Zukunft werden Ihre Freunde wohl nur noch fragen, welches VoIP Telefon hast du denn eigentlich?

Zu 3.:
Auch im Call by Call (englisch “Anruf für Anruf”) sind die Verfahren fast gleich, nur werden sog. Vor-Vorwahlen mit 010 (VNBKZ=Verbindungsnetzbetreiberkennzahl) beginnend gewählt und danach die Vorwahl des anderen Gesprächteilnehmer und dann die Rufnummer des anderen Teilnehmer. Die Abrechnung erfolgt wie im Internet by Call ohne Anmeldung oder von einigen wenigen Anbietern auch mit Anmeldung, vergleichsweise mit dem Internet by Call mit Anmeldung. Da es sich immer um eine Gesprächsverbindung handelt, wird im Call by Call im Unterschied zum Internet by Call kein Provider benötigt, sondern nur der Carrier. Call by Call können Sie nur nutzen, wenn Ihr Anschlussnetzbetreiber die T-Com ist. Einige Carrier bieten Call by Call auch für Ortsgespräche an. Andere vermitteln nur Gespräch, die mit Null beginnen.

Übrigens, Ihren aktuellen Anbieter können Sie ganz einfach mit der Wahl der 031-0 für Ferngespräche oder der 031-1 für Ortsgespräche ermitteln. Sollten Sie ein sog. Pre-Selection bei sich eingerichtet haben, können Sie dieses auch mittels Call-by Call überwählen, zumindest die mit der 01033 (Verbindungsnetzbetreiberkennzahl der T-Com).

Tarife zum Thema DSL by Call finden Sie auch unter www.surf4all.de und auf unserer Webseite.

Zu 4.:
Im DSL by Call (englisch “DSL für Anruf”) geht es wie im Internet by Call wieder um einen Internetzugang, der in diesem Fall einen DSL-Anschluss der T-Com oder eines T-Com Resellers benötigt. Um einen solchen DSL-Anschluss zu erhalten, benötigt man im Jahre 2006 immer noch einen Telefonanschluss der T-Com, durch den weitere Kosten einmalig und monatlich entstehen.

Im DSL by Call Verfahren kann trotz günstiger DSL-Flatrates immer noch einiges an Geld gespart werden. Da eine DSL-Flat früher oder später ja doch zwischen 5 und 10 Euro je Monat kostet und die meisten wenig Daten verbrauchen, da sie einfach nur im Internet surfen, fallen im DSL by Call auch nicht sehr viele rechnungsrelevante Verbrauchsdaten an.

Günstige DSL (Digital Subscriber Line) ist heute bereits weltweit die gängigste Form, um mit großen Bandbreiten in das Internet zu kommen, und sie wird diese Position sicher noch sehr lange beibehalten können.