Wie funktionieren Umlautdomains?

Umlautdomains, in Fachsprache IDN für “International Domain Names” (deutsch: Internationale Domain Namen), sind ein neu eingeführter Typ von Domainnamen. Diese basieren auf Unicode Zeichen. Es sind grundsätzlich alle Schriftsätze zugelassen. Damit die Regeln für Domainnamen eingehalten werden können, wurde dafür eigens ein neues gut leserliches Verfahren namens Punycode entwickelt. Dadurch werden alle Sonderzeichen in normale Zeichen übersetzt (sog. ACE-String). Vorhandene Nameserver und Browser sowie E-Mail Programme können weiterhin verwendet werden. Allerdings können nur mit speziellen Plugins oder den allerneuesten Programmen die Sonderzeichen als solche verwendet werden.
Ein Beispiel für eine IDN und den dazugehörigen ACE-String finden Sie hier:

IDN: www.üöä-domain.de
ACE-String: www.xn—domain-4wa5n8b.de

Die Registrierungsmöglichkeiten für Domainamen werden also um viele Zeichen wie auch die in der deutschen Sprache verwendeten Umlaute wie z.B. ä, ü oder ö erweitert, die bisher von der Vergabe ausgeschlossen waren.
Welche Zeichen genau registriert werden können ist abhängig von der TLD.

Welche Buchstaben sind denn nun möglich?
Je nach Registrar gibt es unterschiedlich viele Neue Zeichen. Die DeNIC z.B. als der verantwortliche Registrar für .de Domains hat 92 Neue Zeichen eingeführt. Das in Deutschland gebräuchliche “ß” gehört leider nicht zu den neuen möglichen Zeichen. Der für österreichische Domains verantwortliche Registrar lässt hingegen nur 34 Zeichen zu.

Da Unicode Zeichen nicht dirket für Domainnamen verwendet werden können, hat die Engeneering Task Force (IETF http://www.ietf.org) einen neuen Standard für Domainnamen ins Leben gerufen. Dabei wird der Domainname in das so genannte Punycode Format übersetzt und mit einer Kennung “xn--” versehen. Das Resultat ist der ACE- String, der wie eine herkömmliche Domain von den Programmen verwendet werden kann.